Der nachfolgende offene Brief wurde durch den TSV Heimaterde veröffentlicht. Wir möchten ihn auf unserer Seite teilen.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

am 28. Oktober 2020 haben Sie drastische Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland verkündet. In Ihren Ankündigungen enthalten ist auch ein komplettes Verbot für den Amateursport im Monat November.

Ich kann die Notwendigkeit, die Corona-Pandemie zu bekämpfen absolut nachvollziehen und unterstütze Sie grundsätzlich in ihrem Vorhaben. Mit einigen Maßnahmen schießen Sie aber über das Ziel hinaus. Dazu zählt im Besonderen auch das o.g. Verbot des Amateursports.

Seit Monaten arbeiten viele Ehrenamtliche unter teils sehr großem Einsatz daran, den Sport besonders für unsere Kinder und Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Denn dabei geht es nicht nur um Bewegung: Es geht darum, den Kindern und Jugendlichen ein Umfeld anzubieten, in dem sie sich auspowern können, in dem sie jedoch zugleich soziale Kontakte pflegen und Sozialverhalten lernen können. Viele Jugendliche nutzen dieses Angebot als Alternative, da sie ansonsten viel Zeit mit "abhängen" verbringen.

Das betrifft nicht nur den Fußball, sondern alle weiteren Sportangebote. Den Sport in Gruppen - auch den Kontaktsport - unter freiem Himmel zu verbieten, ist unverhältnismäßig. Die Experten in Ihren Ministerien haben die vergangene Monate auch damit verbracht, Maßnahme für einen sicheren Schulbetrieb zu entwickeln. Dabei sind Konzepte entstanden, die festlegen, alle 20 Minuten sowie in den Pausen die Räume zu lüften. In einigen Bereichen gibt es zusätzlich dazu eine Maskenpflicht ab Klasse 5. Ihre Regierung bewertet diese Konzepte als ausreichend für einen sicheren Schulbetrieb.

In den Bereich der Schulen halten Sie die Ansteckungsgefahr für gering. Aber eine Kinder- und Jugendmannschaft, die maximal aus 15 Personen besteht und sich unter freiem Himmel bewegt, stellt im Gegensatz dazu eine epidemiologisches Risiko dar? Sie haben diesen Kindern und Jugendlichen die Erlaubnis entzogen, ihr Hobby, das aus gesundheitlichen und sozialen Gründen sehr wichtig ist, auszuüben. Und das, obwohl sie sich draußen auf einer Fläche bewegen würden, die deutlich größer ist, als ein Klassenraum.

Ihre Entscheidung ist nicht nur unverhältnismäßig, sie tritt auch Engagement aller Ehrenamtlichen, die sich in den vergangenen Monaten in ihrer Freizeit und ohne Entlohnung dafür eingesetzt haben, Hygienekonzepte zu entwickeln und umzusetzen oder einfach nur für "ihre" Kids da zu sein. mit Füßen.

Ich hätte großes Verständnis dafür, das "Drumherum" zu verbieten. Der Spielbetrieb auch in den Senioren-Ligen sollte ohne Zuschauer stattfinden. Vereinslokale sollte geschlossen und auch die Nutzung von Umkleide- und Duschräumen könnte für einige Wochen ausgesetzt werden. Aber nehmen Sie nicht unserer nachfolgenden Generation ihre Bewegungs- und Kontaktmöglichkeiten, die sie dringend brauchen. Und die sie eben nicht der Gefahr aussetzt, sich mit dem Virus anzustecken.

Ich fordere Sie auf, ihre Entscheidung zu überdenken und mindestens des Trainingsbetrieb für Sport auf Sportfreianlagen unter Beachtung der genannten Parameter umgehend wieder zu ermöglichen.

 

Mit freundlichem Grüßen

Für den Jugendvorstand gez. Tobias Maske

 

 

 

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