Wer vor der Partie erwartet hatte, dass die Auswärtshürde bei YEG Hassel sehr hoch sein würde, konnte sich nach der Begegnung bestätigt fühlen.

Aber mit leidenschaftlichem Kampf, kühlen Kopf und einer guten Hintermannschaft gewann unser Team am Ende glücklich mit 0-2 (0-2) in Hassel. 

Glück muss man sich aber auch verdienen!

Torwart und Viererkette waren der Schlüssel

Auf dem schwer bespielbaren Naturrasen stand das Dröscheder Tor von der ersten Minute an unter Dauerdruck.

Zum einen, weil die Gastgeber eindrucksvoll unter Beweis stellten, warum sie in den vorherigen Partien erstklassige Ergebnisse erzielt hatten. Hassel war technisch stark, spielfreudig und trickreich. 

Zum anderen, weil unsere Mannschaft mit dem schnellen und ungewohnten Untergrund überhaupt nicht zurecht kam. In der Anfangsviertelstunde landeten etliche Pässe bereits in der eigenen Hälfte beim Gegner. So stockten die Offensivbemühungen schon im Ansatz und unsere  Mannschaft konnte sich kaum befreien.

Umgehend stand die Viererkette samt Keeper Dustin Heberlein enorm unter Druck und sah sich einer ganzen Salve von Ecken und Freistößen ausgesetzt.

Aber das unsere Mannschaft auch gekonnt und aufopferungsvoll verteidigen kann, hatte man bereits beim Auswärtssieg in Wiemelhausen beobachten können. Die Einsatzfreude der gesamten Mannschaft half dabei, dass kein zählbarer Schaden entstand.

Und auch Dustin Heberlein, der in der vergangenen Woche seinen 20. Geburtstag gefeiert hatte, strahlte extreme Ruhe und Sicherheit auf seine Vorderleute aus. Unser Youngster überzeugte mit einer reifen Leistung.

Treffer zum richtigen Zeitpunkt

Der erste gelungene Angriff führte dann in der 16. Minute zum Führungstreffer. Kingsley Nweke hatte Eddy Hiller im Strafraum freigespielt und der wurde regelwidrig zu Fall gebracht. Aziz Slimi nutzte die Chance vom Elfmeterpunkt eiskalt zur Führung.

Danach bot sich den Zuschauern wieder das gleiche Bild. Hassel machte Druck und erspielte sich Torchancen. Erst nach rund 25 Minuten konnte sich unsere Mannschaft zunehmend befreien und das Spiel ausgeglichener gestalten.

Aus dem Nichts fiel dann das 2-0 (32.). Ein Freistoß von Haris Dzafic touchierte die Latte und den Abpraller verwertete Patrick Eick mühelos. Und dieser Treffer zeigte Wirkung. Die Gastgeber verloren ihren fußballerischen Faden.

Fouls und Diskussionen mit dem souveränen Schiedsrichter Sven Wensing nahmen zu. Das erleichterte unserer Mannschaft die restliche Spielzeit, weil unsere Spieler besonnen reagierten -und sich von der zunehmenden Hektik der Gastgeber nicht anstecken ließen.

Zwei gute Chancen durch Kingsley Nweke und Aziz Slimi waren vor der Pause ein weiteres Indiz dafür, dass unsere Mannschaft jetzt in der Partie war.

Aber nichts desto trotz war die Pausenführung zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft.

Hitzige Atmosphäre auf den Rängen

Nach dem Wechsel stürmten die Gastgeber zunächst wieder Richtung Dröscheder Tor und drängten auf den Anschlusstreffer. Aber die heimischen 250 Zuschauern wurden zunehmend unruhiger und hitziger. Und diese Aufregung übertrug sich negativ auf das Spiel der Gastgeber. Im und um den 16er -sowie vor dem Tor- ging Hassel weitere Kühle und Präzision verloren.

Anstatt dessen nahmen Frust und unnötige Härten zu. Das sorgte für weitere gelbe Karten. Insgesamt kassierte Hassel acht Mal den gelben Karton. Und als sich Krzysztoliak in der 77. Minute zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, war die Partie nach dem fälligen Platzverweis vorentschieden. Die Gastgeber bauten ab und der Schwung war dahin.

Das intensive und umkämpfte Match auf kraftraubenden Boden hatte zudem auf beiden Seiten sichtlich Körner gekostet. Die Schlussphase verlief relativ ereignisarm und unspektakulär.

Und dann hieß es nur noch jubeln. Erschöpft aber glücklich lagen sich unsere Jungs in den Armen und feierten ihren Auswärtscoup mit den 20 mitgereisten Anhängern.

Trainer Dragan Petkovic freute sich nach dem glücklichen Erfolg in gewohnter Bescheidenheit: "Wir genießen den Moment, denn wir wissen, dass noch schwierige Zeiten kommen werden".

 

 

 

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