Am Dienstag startet die Erste in die letzte von sieben Wochen Vorbereitung.

Nach sieben ungeschlagenen Spielen (fünf Siege, zwei Unentschieden) samt dem sonntäglichen Dämpfer wird der Blick ab Dienstag intensiv auf die erste Westfalenliga-Begegnung und die entsprechende Aufgabe gerichtet sein.

Der erste Gast beim Westfalenliga-Comeback (So., 06.09./15:30h)  in Dröschede ist der "Kumpelverein" SV Sodingen.

Dessen eindrucksvolle Historie wollen wir hier auch gebührend beleuchten, weil kein Verein in der Westfalenliga solch eine Tradition aufweisen kann.

Das dieser Verein aus dem Herner Stadtteil Sodingen eine mega-erfolgreiche Vergangenheit hat, wissen vor allem die Älteren unter den fußballaffinen Anhängern.

1955 der Griff nach den Sternen

Ab 1952 spielte der Verein lange in der höchsten Spielklasse Deutschlands. Das war damals die altehrwürdige Oberliga West.

Der Verein war nicht nur im Ruhrgebiet sehr beliebt. Als "David" griffen die Herner in der Saison 1954/55 sogar nach den Sternen.

Zum Ende der Saison qualifizierte sich der Underdog als Zweiter der Oberliga West für die Endrunde der deutschen Meisterschaften.

In den Hin- und Rückspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern (2-2- u. 2-2), Hamburger SV (0-1 u. 1-1) und Viktoria 89 Berlin (5-1 u. 3-2) holte man 7-5 Punkte und wurde hinter dem 1. FC Kaiserslautern und dem HSV Dritter.

Fritz Walters Genie verhinderte Sieg gegen Lautern

Vor allem das Heimspiel gegen die mit allen ihren Berner Weltmeistern angetretenen Lauterer bliebt im Ruhrgebiet bis heute unvergessen. Wegen des Besucheransturm wurde das Match in die Schalker Glückauf-Kampfbahn verlegt. Dort drängten 80.000 Zuschauer in das 40.000-Plätze bietende Stadion!

Der Kicker schrieb nach dem 2-2 damals:" Wir sahen heute eines der packendsten und schönsten Spiele seit langem. Ohne Fritz Walters Spielgenie wäre Lautern von der Sturmflut der offensiven Westfalenelf überwältigt worden."

Vier deutsche Nationalspieler

Der legendäre Bundestrainer Sepp Herberger war regelmäßiger Beobachter der Begegnungen. Der Verein war für seinen "Kick and Rush-Stil" bekannt. Herberger sagte damals, dass die Grün-Weissen die einzige deutsche Elf sei, die englisch spielt.

Mit Gerd Harpers, Hans Cieslarczyk, Josef Marx und Günter Sawitzki (WM-Teilnehmer 1958) berief der damalige Weltmeister-Trainer vier Sodinger-Spieler aus der damaligen Epoche in die Deutsche Nationalmannschaft.

Zehn Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse

In der erstklassigen Oberliga West spielte der Verein von 1952- 1959 und von 1960-1962. Für die 1963 eingeführte Bundesliga konnte der Verein sich nicht qualifizieren. Seit dieser Zeit spielt der Verein im Amateurbereich.

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